Das Erkennen von bakteriellen Pflanzenerkrankungen ist für den Laien sehr schwierig,da diese sich für ihn meist oft nicht von z.b. pilzlichen Erkrankungen an Pflanzen unterscheiden lassen. Im Zweifel sollte man sich Rat bei entsprechenden Fachleuten holen z.b. in Gartencentren,Gartenbaumschulen oder Raiffeisenmärkten.

Mögliche Bekämpfungsmaßnahmen sind hier auch äußerst beschränkt,da es auf dem Markt nur eine geringe Anzahl wirksamer Präparate gibt,die auf Kupferbasis her gestellt wurden ,aber dennoch äußerst wirksam gegen diese Schaderreger sind. Hierzu gibt es auch diverse Produkte für den Kleingärtner,die erworben werden können.

Da sich die Zulassungsdauer und verschiedenen Präparate auch ständig verändern,empfehlen wir hier wirklich auf eine Fachberatung zurück zu greifen,welches Mittel aktuell für den Kleingärtner zu gelassen ist.

Welche Sympthome zeigen sich beispielsweise bei bakteriellen Pflanzenerkrankungen?

Von Bakterien verursachte Pflanzenkrankheiten zeigen sich durch eine Reihe recht verschiedenartiger Symptome. Häufige Merkmale sind Fäule, Blattflecken, das Welken von Blättern und Stengeln, Krebsgeschwülste, Trockenfäule von Blättern und Zweigen und die Bildung von Gallen, doch können gerade die Gallen und Blattflecken auch andere Ursachen haben.

Eine der bekanntesten bakteriellen Krankheiten ist der Feuerbrand, der viele zu den Rosengewächsen gehörende Zier- und Obstgehölze befällt, wie etwa Apfelbäume und Birnbäume. Er zählt zu den sogenannten meldepflichtigen Pflanzenkrankheiten, deren Auftreten in Deutschland (und in anderen Ländern) den Pflanzenschutzämtern gemeldet werden muss, da diese von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind.

Der Feuerbrand ist außerdem historisch interessant, da es sich um die erste Pflanzenkrankheit handelt, bei der ein Bakterium als Verursacher nachgewiesen werden konnte. Bei befallenen Bäumen werden die Blüten, Blätter und Zweige schwarz, schließlich kann die Krankheit den ganzen Baum in Mitleidenschaft ziehen und ihn letztlich absterben lassen.

Auch der Krebs der Zitrusfrüchte, eine aus Asien eingeschleppte Krankheit, wird durch ein Bakterium verursacht; er ist durch korkige Auswüchse auf Früchten, Blättern und Zweigen gekennzeichnet.

Zu den bekanntesten und häufig auftretenden bakteriellen Pflanzenkrankheiten gehört der Schorf und die Schwarzbeinigkeit (auch Knollennaßfäule) der Kartoffel, die Bakterienwelke der Tomate und eine Blattfleckenkrankheit der Baumwolle. Ein weiteres Beispiel ist die bakterielle Wurzelhalsgalle, auch Pflanzenkrebs genannt, die bei zahlreichen Holzpflanzen und einigen Gruppen krautiger Gewächse vorkommt.

Weiteres Beispiel: Magnolien – Bakterielle Blattflecken

An den Blättern verschiedener Magnolien-Arten sind derzeit erste bräunlich/schwarze Flecken zu finden, die auf einen Befall mit Bakterien (Pseudomonas syringae) zurückzuführen sind. Sie weisen eine typische eckige Form auf, da sie jeweils von den Blattadern begrenzt werden.

Eine kurative Bekämpfung dieser Bakterienerkrankung ist nicht möglich. Durch die vorbeugende Behandlungen mit z.B. Cuprozin flüssig (Kupferhyroxid; 2-2,4 l/ha) lässt sich eine weitere Ausbreitung des Erregers eindämmen.

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