Wo kann ich Nützlinge für die biologische Bekämpfung von Schädlingen beziehen/kaufen?

An dieser Stelle der Hinweis auf drei verlässliche Adressen für den Bezug von Nützlingen. Hier erhalten Sie Nützlinge für den professionellen Anwendungsbereich, wie auch für den Privatverkauf.

  • Re-natur GmbH, Charles-Ross-Weg 24, 24601 Ruhwinkel; Telefon 04323-9010-0,fax 04323-9010-33, www.re-natur.de
  • Biologischer Pflanzenschutz Am Pfeifenkopf 9, 24601 Stolpe, Telefon 04326-98610 und Fax 04326-98611
  • Sautter & Stepper GmbH, Rosenstr. 19, 72119 Ammerbuch, Telefon 07032 9578-30 Fax -50, www.nuetzlinge.de
  • W. Neudorff GmbH KG, Postfach 1209, 31857 Emmerthal, Telefon 05155/624-0, Fax 05155/6010 und www.neudorff-profi.de

Nützlinge sind Tiere wie z.b. Larven,Käferarten usw. die Ihre Pflanzen bei bestimmten Schädlingsbefällen nicht schädigen,sondern diese Schädlinge auf fressen und somit ohne den Einsatz von chemischen Mitteln,biologisch bekämpfen.

Natürlich muss jeder für sich selbst ab wägen,in wie fern dies für ihn sinnvoll ist,aber sogar besonders beim professionellen Erzeugen von Bioprodukten (z.b. div. Obstsorten) wird mittlerweile aufgrund der strengen Auflagen von seriösen Anbauern auf diese schonende Methode zur Bekämpfung von Schädlingen zurück gegriffen und besonders in Gewächshäusern ist diese Art der Schädlingsbekämpfung mittlerweile ein routinemäßiges und probates Mittel um schonend einen guten Ertrag zu erzielen.

Es gibt etwa 50 verschiedene Arten von Insekten, Spinnentieren und Fadenwürmern die  für den Erwerbs- und auch für den Hobbygärtner auf dem Markt erhältlich sind.

Im professionellen Garte&Obstbau  werden vor allem 24 verschiedene Nützlingsarten ein gesetzt. Die Flächen sind bei Gurken und Tomaten mit ca. 1.300 Hektar zwar klein, aber dabei handelt es sich um 80 bis 100 % der gesamten Anbaufläche dieser Kulturpflanzen unter Glas.

Um einen vernünftigen Erfolg zu erzielen und das gewünschte Ergebnis zu erhalten,sollte man allerdings vorher eine professionelle Beratung,die z.b. durch einen Baumschulenberater der Landwirtschaftskammer erfolgen kann,in Betracht ziehen,um unnötige Fehlschläge und somit auch finanzielle Verluste/Risiken,von vorne herein zu minimieren bzw. aus zu schließen.

Im Gurken- und Tomatenanbau im Gewächshaus sind kleine Spinnmilben und Thripse die am häufigsten auftretenden Schädlinge,die aber gravierende Schäden in den Kulturen an richten können.. Gegen diese Schädlingsgruppen können die so genannten „Raubmilben“ ein gesetzt werden,die eigenständig die Kultur bevölkern und die Schädlinge einfach auf fressen,da sie für die Raubmilben eine natürliche Nahrungsquelle sind.

Der größte Vorteil bei solch einer Schädlingsbekämpfung für den Endverbraucher,ist natürlich die rein biologische Bekämpfung ohne jegliche chemische Mittel,die bekannter Maßen ja Rückstände hinterlassen können.

Bei übermäßigem Einsatz der so genannten „chemische Keule“ musste der ein oder andere Bauer in der Vergangenheit schon mal mit der ernte eines gesamten Feldes/einer gesamten Kultur wieder zurück fahren,da dem Endverbraucher eine zu extreme chemische Belastung nicht zu zu muten ist,da hier auch gravierende gesundheitliche Schäden auf treten könnten.

Auch für den Anwender ist es natürlich viel ungefährlicher mit „kleinen Tierchen“ ,als mit chemischen Mitteln zu arbeiten und die Umwelt wird auch nicht belastet = keinerlei Rückstände im Erdreich,die ab gebaut werden müssen und ggfls. Das Grundwasser belasten könnten.

Die Schwachstelle bei dieser Methode ist leider,das die Nützlinge alle Schädlinge verputzten und dabnn verhungern,aber in irgend einem Versteckt ein paar Schädlinge überlebt haben,die sich dann fleißig reproduzieren und somit erneut bekämpft werden müssen,was einen erneuten Kosten,-und Arbeitsaufwand erfordert.

Um dem vor zu beugen,sollten Nützlinge ein gesetzt werden ,die nicht nur eine Art von Schädlingen fressen,sondern sich als Allrounttallente auf mehrere Arten stürzen/ein stellen können(besonders bei div. Blattlausarten sehr Erfolg versprechend).

Trotz der vielen Möglichkeiten,werden Nützlinge kaum in zur Schädlingsbekämpfung im professionellen Blumen/Schnittblumenanbau genutzt.

Auch im Freilandanbau beim Gemüsebau werden nur wenige Schädlingsbekämpfungen mit Nützlingen durch geführt,da diese Flächen im vgl. mit den Gewächshauskulturen riesig sind.
Allerdings ist die Bekämpfung mit chemischen Mitteln hier einfacher und kostengünstiger,woran in Zukunft noch viel gearbeitet und geforscht werden sollte.

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